Heilpädagogik

Heilpädagogik im Bereich der Kinder und Jugendhilfe

Ursprung:
Der Begriff Heilpädagogik wurde durch Goergens und Deinhardt Mitte des 19.Jahrhunderts eingeführt. In ihrer nahe Wien gegründeten Heilpflege- und Erziehungsanstalt Levana betreuten, erzogen und bildeten sie Kinder mit Körper- und geistiger Behinderung, später auch verwahrloste Kinder. Georgens und Deinhardt entwickelten erstmals eine systematische und wissenschaftliche Theorie der Heilpädagogik als zwei der allgemeinen Pädagogik. Später verdeutlichte die Schweizer Schule um Hanselmann und Moor die pädagogische Grundlegung der Heilpädagogik, die sich in der Folge weiter differenzierte in die schulische Sonderpädagogik und die außerschulische Heilpädagogik.

Auftrag der Heilpädagogik:
Trotz häufiger Diskussion um die Beibehaltung des Begriffs Heilpädagogik wurde an diesem festgehalten. Die Bezeichnung Heilpädagogik ermöglicht eine positive Beschreibung des pädagogischen Auftrags, indem sie gerade nicht besondert und ausgrenzt. Sie orientiert sich am Ressourcen-Modell und nicht an einem defektorientierten und stigmatisierenden Verständnis von "Behinderung". Im heutigen Verständnis wird Heilpädagogik meist als sowohl pädagogische wie auch therapeutische Arbeit mit Menschen verstanden, die in ihrem Erleben und Verhalten ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind.

Heilpädagogik interdisziplinär:
Um die unterschiedlichen Lebenssituationen und Bedürfnisse von Menschen mit körperlichen, geistigen, seelischen und / oder sozialen Beeinträchtigungen und daraus möglichen folgenden Behinderungen differenziert und qualifiziert begegnen zu können, nutzt die Heilpädagogik die Wissensbestände und Erkenntnisse, vor allem aus der Pädagogik, der Medizin, der Psychologie, der Soziologie, der Rechts- und Verwaltungswissenschaft.

Heilpädagogik und der diagnostische Prozess:
Ein wesentliches Merkmal heilpädagogischer Praxis ist der heilpädagogisch diagnostische Prozess. Diese Diagnostik ist ein prozessuales Geschehen, das dem gesamten Erziehungs- Förderung- oder Begleitungsprozess innewohnt. Die Diagnostik in der heilpädagogischen Arbeit ergänzt und erweitert die herkömmliche medizinische und psychologische Diagnostik um pädagogische Inhalte und Ziele. Sie ist handlungs- und zukunftsorientiert und versucht Förderung-, Bildung- und Alltagsperspektiven bzw. Lösungsstrategien für einen betroffenen Menschen und seine Bezugssysteme aufzuzeigen, bzw. mit ihm und ihnen gemeinsam auszuhandeln.

Methoden in der Heilpädagogik:
Die Heilpädagogik bezieht ihre Methoden aus den Ergebnissen heilpädagogischer Forschung und Entwicklung, der heilpädagogischen Praxis und den Erkenntnissen anderer humanwissenschaftlichen Disziplinen.

Mein Angebot
über heilpädagogische Leistungen in der Kinder- und Jugendhilfe
Seit über 25 Jahren arbeite ich interdisziplinär in der Kinder- und Jugendhilfe, mit "Kindern und Jugendlichen und ihren Bezugssystemen mit erweitertem Unterstützungsbedarf".
Über aktuelle und traditionelle Methoden der Heilpädagogischen Diagnostik und Förderung stelle ich den sinnvollsten Unterstützungsbedarf fest und empfehle weitere Vorgehensweisen.

Mein Angebot wendet sich unter anderem an:
  • Jugendämter
  • Verbände, die für die Kinder- und Jugendhilfe Leistungen ausführen
  • Schulen aller Bildungsrichtungen,
  • Kindergärten / Sonder- und Integrationskindergärten Möglich sind zum Beispiel Projekte mit abgesprochenen Laufzeiten z.B. heilpädagogische Krisenintervention, 10 Einheiten heilpädagogische Begleitung zu bestimmten Fragestellungen, Erstellen einer heilpädagogischen Diagnostik zwecks Entscheidungsfindungen.
  • Eltern, die einen Wegweiser benötigen um ihrem Kind oder Jugendlichen helfen zu können
  • Pflegeeltern, die einen Wegweiser benötigen um ihrem Pflegekind oder -Jugendlichen helfen zu können
  • Lehrer/innen, die in ihren Klassen mit Kindern und Jugendlichen mit erweitertem Unterstützungsbedarf umgehen/ Einzeln oder im Team
  • Erzieher/innen mit besonderen Fragestellungen zu Kindern mit erweitertem Unterstützungsbedarf/ Einzeln oder im Team
  • Selbsthilfegruppen mit speziellen heilpädagogischen Fragestellungen

In diesen Situationen könnte Ihnen mein heilpädagogisches Angebot nützlich sein, zum Beispiel

Heilpädagogischer Diagnostik und Förderung in überschaubaren Laufzeiten,
im Auftrag für Jugendämter, soziale Verbände, Schulen, Kindergärten, Sonder- und Integrationskindertagesstätten.

Aufträge von Jugendämtern erhalte ich zum Beispiel, wenn das Verhalten eines Kindes oder auch eines Jugendlichen vom betreuenden Sozialpädagogen in der Familie nicht verstanden wird oder es wird festgestellt, dass die Familie mit dem Nachwuchs überfordert ist. Ein besonderer Hinweis für heilpädagogische Intervention ist, wenn schon viele medizinische und psychologische Untersuchungen und Beratungen stattgefunden haben, aber das Verhalten eines Kindes/Jugendlichen sich nicht verändert. Aufträge erhalte ich auch, wenn das Jugendamt die Information hat, das vielfältige Wahrnehmungs- bzw. Entwicklungseinschränkungen in der Familie vorhanden sind und die schwierigen Kommunikationsstrukturen ein besonderes fachliches Wissen benötigen.

Beratung von Eltern, die einen Wegweiser benötigen um ihrem Kind oder Jugendlichen helfen zu können. Gründe können zum Beispiel sein:
Mein Kind ist im Kindergarten aggressiv, die Eltern der anderen Kinder beschweren sich; die Erzieherinnen wissen nicht mehr weiter. Die Erzieher/innen oder Lehrer/innen beschweren sich permanent über mein Kind. Mein Kind lässt sich verprügeln oder wird gehänselt Ich war schon bei vielen Erziehungsstellen, niemand konnte mir wirklich helfen. Wir kommen mit unserem pubertierenden Jugendlichen nicht mehr klar. Mein Kind /Jugendliche/r lernt zu langsam oder hat keine Lust zu lernen, ist unruhig, will sich nicht anpassen, usw.

Beratung von Pflegeeltern, die einen Wegweiser benötigen um ihrem Pflegekind oder Jugendlichen helfen zu können
Oft hilft es den Pflegeeltern sehr den Kontakt zur eigenen Erziehungskompetenz gespiegelt und gestärkt zu bekommen, besonders wenn das Kind oder Jugendliche Entwicklungsrückstände, aufgrund verschiedenster Ursachen, aufweist. Ich begleite auch Pflegeeltern, die sich zu Selbsthilfegruppen zusammenfinden wollen.

Einzel- oder Teamberatungen für Lehrer/innen, z.B. mit folgenden Themen
Meine Klasse ist sehr unruhig Ich fühle mich oft nicht Frau/Mann der Lage, wenn die Kinder/Jugendlichen keine Motivation haben zu lernen Es gibt Kinder in der Klasse, die ein auffälliges Verhalten zeigen, ich einiges vermute, aber nicht sicher bin Ich bin unsicher, wie ich die Unterstützung und Mitarbeit der Eltern produktiv gewinnen kann.

Einzel- oder Teamberatungen für Erzieher/innen; Themen können sein
Ein Kind fällt in der Gruppe besonders stark auf Wir kommen mit unseren Methoden nicht an das Kind heran Wir haben einen Verdacht wissen aber nicht an wen wir uns wenden sollen. Wir vermuten das dass Angebot des Kindergartens eine Unter- oder Überforderung für das Kind ist.

Methoden mit denen ich arbeite

Prozess-Diagnostik und Förderung
  • Diagnostisches Gespräch
  • Beobachtung im natürlichen Umfeld
  • Verhaltensbeobachtung in Bezug auf Kompetenzen, Entwicklungssituation, bestimmte Verhaltensweisen
  • Heilpädagogische Übungsbehandlung
  • Heilpädagogisches Spiel mit spieltherapeutischen Verfahren
  • Wahrnehmungsförderung
  • Psychomotorische Förderung / Bewegungsförderung
  • Gestaltende und kreative Verfahren
  • Verhaltenstherapeutische Verfahren
  • Elternberatung und - Trainings
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Beratung in heilpädagogischen Fragestellungen